Michael Rieber

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Mit Nuits Blanches veröffentlichen Michael Rieber, 1. Solo-Kontrabassist des NDR Elbphilharmonie Orchesters, und sein Klavierpartner Norbert Goerlich eine ansprechende Zusammenstellung französischer Kammermusik-Literatur.  

Gabriel Fauré, César Franck und Maurice Ravel, die alle für eine Erneuerung der französischen Musik stehen, finden hier Platz, aber auch Alfred Desenclos, dessen Musik weit weniger Beachtung fand als die seiner Vorgänger bzw. Zeitgenossen. Gleich zu Beginn des Albums steht sein ausdrucksstarken Werk Aria et Rondo for Double Bass and Piano (1952), die einzige Original-Komposition für Kontrabass und Klavier auf Nuits Blanches. Desenclos widmete sie „Monsieur Delmas Boussagol“ –Alphonse-Joseph Delmas ‘dit Boussagol’, einem der bedeutensten französischen Kontrabassisten. Dieser unterrichtete am Conservatoire de Paris, wo Alfred Desenclos komponierte. Die beiden Sätze Aria et Rondo schaffen zwei kontrastreiche Klangwelten, das Rondoträgt klare jazzige Züge in sich und entfaltet zum Schluss des Stückes eine treibende und sangliche Dynamik, der man sich als Hörer:in kaum entziehen kann. 

Die folgende Élégie Op. 24 (1883) von Gabriel Fauré, original geschrieben für Cello und Klavier und später von Fauré orchestriert, erklingt deutlich ruhiger und wie viele Fauré-Werke melancholisch; es fand viel Anklang beim Publikum. In Après un rêve Op. 7 No. 1 übernimmt der Kontrabass von Michael Rieber die Gesangsstimme des wohl bekanntesten von Faurés Vokal-Werken. In ihm finden wir auch das Motiv der Nuit Blanche – einer schlaflosen Nacht – wieder.

César Francks Sonate A-Dur (1886), in der Version für Violine und Klavier komponiert und für Violoncello und Klavier gleichermaßen höchst beliebt, war als bedeutendste französische Violinsonate anerkannt. Eugène Ysaie gewidmet, brachte dieser das Werk ab 1886 auf die internationale Bühne – und ebnete der Sonate den Weg zu ihrem großen Erfolg. 

Das Album schließt mit zwei Werken von Maurice Ravel. Sein Pièce en forme de Habanera (1926) nimmt einen Trend auf, dem Komponisten weltweit ab der Mitte des 19. Jahrhunderts erlegen waren – der sinnliche Tanz aus Kubas Hauptstadt inspirierte einige französische Komponisten, einer der ersten darunter Bizet mit seiner berühmten Oper Carmen. Das Schlusswerk des Albums, Pavane pour une infante défunte (1899), entstand während Ravels Studium am Conservatoire de Paris unter Gabriel Fauré. Ein kleines Klavierstück, welches Ravel zu internationaler Anerkennung führte, auch wenn der Komponist selbst es nicht zu sehr schätzte. 

Das Album Nuits Blanches erscheint am 02. Februar 2024 bei Es-Dur.

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Foto @ Jewgeni Roppel